Naturheilverfahren

Akupunktur

Lateinisch: acus—Nadel; punctio -- stechen

Die Definition von de la Fuye gilt immer noch:" Einstiche mit Gold-oder Silbernadeln an genau fest gelegten Hautpunkten, die spontan-oder druckschmerzhaft sein können, bei funktionellen reversiblen Erkrankungen oder Störungen zu diagnostischen und/oder therapeutischen Zwecken." Heute werden vorzugsweise sterile Stahlnadeln verwendet. Sie ist ein Teilgebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Die westliche Form der Akupunktur (nach Bischko) ist eine Verknüpfung aus chinesischen Methoden und Erfahrungen mit westlichen Patienten.

Die Akupunkturtherapie zielt auf die Beeinflussung des energetischen Potentials des Menschen. Auf topografisch definierten Bahnen (Meridianen) unter der Haut fließt in den Leitbahnen der lebenserhaltende Energiestrom. Eine Störung des Flusses führt zu Krankheitserscheinungen. Ziel der Behandlung ist es, mit der Nadel über bestimmte Punkte den Qi-Fluss zu erreichen und positiv zu beeinflussen.

Die Indikationsliste der WHO beinhaltet mehr als 40 Erkrankungen bei solchen Syndromen, bei denen die Tätigkeit zur Selbstheilung noch aktiviert werden kann.

Z.B. Schmerzsyndrome, allergische Erkrankungen, Lähmungen, akute vegetative Störungen (Migräne, Ohnmacht, Hitzschlag), vegetative psychomotorische Störungen (Kollapsneigung, nervöser Magen), Hauterkrankungen (Akne, Urticaria), gynäkologische Erkrankungen ( Dysmenorrhö, klimakterische Beschwerden), Schlafstörungen

Eine Sonderform der Akupunktur stellt die Ohrakupunktur dar. Hier können auch Dauernadeln zum Einsatz kommen.

Durchführung der Akupunktur

  1. Dauer einer Sitzung etwa 30 Minuten
  2. Behandlungsabstand normalerweise 1Woche, bei akuten Störungen täglich möglich
  3. Behandlungsserie umfasst je Erkrankungsbild 10-15 Sitzungen